Was verflixt nochmal ist Motivation?


Ich denke Motivation ist oft ein sehr missbräuchlich benutztes Wort. Wenn man sich ansieht, dass ihm ganz klar ein Motiv - also ein Grund - innewohnt, dann würde ich Motivation mit Beweggrund gleichsetzen - ein Grund sich in Bewegung zu setzen.

Ein gar launisches Ding

Was man landläufig unter Motivation versteht ist mal da und mal auch nicht. Man könnte sie mit dem freudvollen Drang übersetzen etwas anzupacken. Sie ist ein launisches, flüchtiges Geschöpf, auf das ich selber nicht zählen würde. Ich begrüße sie zwar herzlich, wenn sie da ist, aber verschwende keinen Gedanken daran, wenn sie fernbleibt.

Disziplin ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss

Viele Coaches und Gurus erklären uns, dass Disziplin die neue Motivation ist und wir nur mit ihr unsere Ziele erreichen können - die ganz Großen natürlich. Bloß nicht zu tief stapeln! Am besten malst Du dir deine Yacht in allen Einzelheiten aus bis hin zur Fadenzahl der Bettwäsche. Dann schneidest du schöne Hochglanzbilder aus Zeitschriften aus und bastelst Dir ein Visionboard. Du platzierst es auch schön brav an einem Ort wo Du es täglich siehst. Wenn Du das schon mal gemacht hast, weißt Du was dann im Alltag passiert: Du blendest es aus, nimmst es gar nicht mehr wahr und wenn Du es doch einmal wieder bewusst ansiehst, ärgerst Du dich darüber, dass du noch keinen Schritt weiter bist!

Ich sage - das ist Kackmist!!!

Scheitern ist gewiss

Wie die „Abnehmindustrie“ leben auch die meisten Gurus vom Scheitern ihrer Klienten. Der Mechanismus in diesem fiesen Spiel ist, dass nie diese Firmen oder die Coaches an deinem Versagen schuld sind - dass bist immer nur Du selbst.

Ein Scheitern ist praktisch vorhersehbar, weil niemand erklärt worauf es wirklich ankommt. Man könnte es in wenigen Sätzen sagen, aber damit lässt sich eben kein Geld verdienen!

Es geht einzig und allein um das WARUM,

also um den GRUND unserer Vorhaben. Wenn dein GRUND von echter Bedeutung für dich ist, dann – und nur dann! – wirst du alle Hebel in Bewegung setzen um dein Ziel zu erreichen. Ich meine jetzt nicht die hehren Gründe, sondern auch die Kleingeistigen, weil diese oft die effektivsten Antreiber sind.

Meine Mutter konnte, trotz völliger Erschöpfung, das Haus innerhalb von 2 Stunden auf Hochglanz polieren, wenn sich Besuch angekündigt hatte. Das Warum dahinter? Es ging ihr darum das Gesicht zu wahren, keine schlechte Nachrede zu riskieren und um Anerkennung zu erhalten. Wie oft tust Du etwas aus ähnlichen Beweggründen? Denk kurz darüber nach und finde für Dich ein Beispiel.

In vielen Situationen haben wir das Gefühl einfach nicht anders zu können. Darum stehen viele Menschen morgens auf und gehen einer ungeliebten Tätigkeit nach, obwohl sie niemand mit vorgehaltener Waffe dazu zwingt. Man malt sich einfach die Konsequenzen aus und trifft seine Entscheidung.

Auf welchem Fundament stehen Deine Ziele?

Wie sieht es nun aber mit unseren selbstgesteckten Zielen aus? Sei es nun endlich abzunehmen oder bald € 100.000,- im Jahr zu verdienen? Stehen diese genauso außer Frage wie ins Büro fahren zu müssen, weil das Haus noch nicht abbezahlt ist und die Kinder ständig aus allem rauswachsen? Eben das tun sie nicht!

Solange unsere Ziele Möglichkeitsformen - Phantasien sind, genauso lange werden wir sie nicht erreichen.

Wie machen wir aber nun aus unseren Zielen einen echten Antrieb, ein wahres Motiv?

Wir vergegenwärtigen uns unsere Sterblichkeit!

Das Lebensmaßband

Stell Dir ein 100cm langes Maßband aus Papier vor oder noch besser: Bastle Dir eines. Dann reißt du am Ende - wenn Du eine Frau bist - 18cm ab und wenn Du ein Mann bist 22cm.
Das entspricht dann, der aktuellen österreichischen Lebenserwartung, 82 Jahre für Frauen und 79 Jahre für Männer. Ahnst du was jetzt kommt? Du reißt die Anzahl Deiner bereits gelebten Jahre vorne vom Streifen ab. Was bleibt ist die Lebenszeit, die dir wahrscheinlich noch zu Verfügung steht. Darauf hast Du aber keinerlei Anspruch, denn es kann genauso gut in 7 Monaten und 8 Tagen zu Ende sein. Für viele von uns ist das eine harte Übung, aber bitte sieh die Chance darin! Du kannst jetzt dein restliches Leben gestalten.

Finde Deine Werte!

Jetzt ist es an der Zeit sich Gedanken über deine Ziele zu machen - nämlich den Echten! Nennen wir sie besser „Werte“. Schleppst Du Ziele seit Jahren mit Dir herum und sie rauben Dir, durch ihre Nichterreichung, nur Energie – dann wirf sie endlich über Bord und ersetze sich durch WERTE!

Du willst z.B. seit Jahren mit dem Rauchen aufhören? Dann hast du jetzt zwei Möglichkeiten und NUR diese zwei - alle anderen existieren nicht mehr. Entweder hörst Du auf dich selbst zu schelten und bleibst Raucher. (Das meine ich ernst, das ist eine Option und mancher ist damit glücklich.) Oder Du ersetzt dieses bisher nicht erreichte Ziel durch den absolut anzustrebenden Wert GESUNDHEIT. Es ist keine Option weitere Energie in ein „Schein-Ziel“ zu buttern, wenn Du sie viel besser anderweitig in Deinem Leben verwenden kannst.

Nimm also diesen Moment, in dem Du Dir Deiner Sterblichkeit voll bewusst wirst und überlege was Du wirklich vom Leben möchtest und formuliere es nicht als fernes Ziel, sondern mach in diesem Moment den ersten Schritt - um den Wert, der hinter jedem Ziel steckt, in dein Leben zu bringen.


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