So funktioniert Facebook und was das für Sie als Unternehmer bedeutet


Ganz klar, unser aller Kunden bewegen sich höchstwahrscheinlich in irgendeiner Form auf Facebook. In Österreich nutzen rund 4 Millionen Menschen das soziale Netzwerk, in Deutschland sind es 30 Millionen. Diese Menschen wollen wir mit unserem Angebot erreichen.

Sie nutzen Facebook auch als Privatperson? Dann überlegen Sie bitte wie interessiert Sie an eindeutig werblichen Inhalten sind? Wenn wir ganz offen sind - nicht sehr. Das weiß auch Facebook. Und Facebook ist in erster Linie daran interessiert den Nutzern eine optimale Erfahrung zu bieten und so die Verweildauer auf der Seite zu maximieren. Natürlich ist dieses Bestreben nicht gemeinnützig, in zweiter Linie kann der Nutzer umso mehr Werbung eingeblendet bekommen, je länger er sich auf der Seite befindet.

Kunden organisch (d.h. ohne dafür zu bezahlen) zu erreichen ist nicht ganz leicht. Ich möchte hier ein kleines Rechenbeispiel anführen.

Der Einfachheit halber gehen wir von einem Nutzer mit 100 Freunden aus. Außerdem hat er noch 50 Seiten mit “Gefällt mir” markiert und ist Mitglied in 30 Gruppen. Wenn jeder dieser Kontakte einmal am Tag einen Beitrag verfasst, sind das 180 Inhalte, die seine Aufmerksamkeit möchten. Würden Sie sich über 180 Nachrichten in Ihrem Emailpostfach freuen?

Nun ist das ein sehr theoretischer User. In Wahrheit hat fast jeder wesentlich mehr Kontakte. Meine Zahlen: 780 Freunde, 699 “Gefällt mir” - Angaben, 11 Gruppen das sind 1490 potentielle Beiträge pro Tag. Es braucht den berühmten Facebook Algorithmus, auch Edgerank genannt, sonst würden wir mit irrelevanten Inhalten überflutet und würden uns sehr rasch von dem Netzwerk verabschieden.

Die Formel:

EDGERANK-2.png
  1. Affinität
    Wie oft hat der Fan mit der Seite interagiert. Auch die Art des Kontaktes ist wichtig. Eine persönliche Nachricht via Messenger an die Seite ist bedeutsamer als ein einfaches “Gefällt mir”.

  2. Gewichtung
    Wir konsumieren immer stärker visuell daher lautet die grobe Faustregel: Video vor Bild und Text. Allerdings “erzieht” man seine Fans auch ein bisschen, wenn sie Bildbeiträge gewohnt sind, funktionieren diese vielleicht besonders gut.

  3. Verfallszeit
    Facebook möchte relevant sein. Hat ein Beitrag schon mal 2 - 3 Tage am Buckel ist er höchstwahrscheinlich nicht mehr aktuell und wird kaum noch sichtbar sein.

Das ist aber bei weitem nicht alles. Angeblich soll Facebook rund 100.000 Faktoren in seinem Algorithmus berücksichtigen und die kennt niemand genau, das ist so geheim wie die CocaCola-Formel.

Ein paar bekannte und gewichtige möchte ich hier aber noch vorstellen:

 

 

Globale Interaktion

In den ersten Stunden nach der Veröffentlichung des Beitrags regieren 20 Personen darauf. Unter diesen ist ein Freund von Ihnen, also ist es wahrscheinlich, dass Ihnen dieser Post ebenfalls angezeigt wird.

Erhält er aber zu Beginn kaum Aufmerksamkeit, wird er in Folge auch nur sehr wenigen Menschen angezeigt.

Globale-Interaktion.png

Story Bumping

Vielleicht haben Sie sich schon mal gewundert, warum ein Beitrag, der schon einen Tag alt ist, wieder ganz oben in Ihrem News Feed auftaucht. Das ist das sogenannte Story Bumping. So kann es passieren, dass ein Post, der gut funktioniert hat, eine zweite Chance bekommt.

Last Actor

Die wichtigste Botschaft an Sie als Seitenbetreiber gleich vorweg: Wenn Sie nur unregelmäßig posten werden Sie es sehr schwer haben gesehen zu werden. Warum ist das so?
Bevorzugt werden den Usern Beiträge von Seiten angezeigt mit denen sie bei ihren letzten 50 Interaktionen Kontakt hatten. Wenn Sie nun vor 2 Wochen das letzte Mal gepostet haben und Ihr Adressat in der Zwischenzeit 50 andere Dinge geliked, geteilt oder kommentiert hat, werden Sie ihm einfach so gut wie nicht mehr angezeigt.

Last-Actor.png

Verweildauer

Wenn ein Textbeitrag tatsächlich gelesen wird, ein Video ! (auch ohne Ton) angeschaut, auf einen Link geklickt wird und man dort eine Weile bleibt - dann wird das von Facebook registriert und der Beitrag wird als relevant eingestuft.

Wohingegen das reine Clickbaiting mittlerweile massiv abgestraft wird. Das sind so Posts mit Überschriften wie “Als sie das Kinderzimmer betrat sah sie sie das Unfassbare…” oder es wird nur ein Ausschnitt eines Bildes gezeigt der Spannendes oder Schlimmes vermuten lässt. Ziel ist nur der Klick, meistens kehrt der User fast unmittelbar wieder zurück zu Facebook. Das wird stark unterbunden.

Noch zwei Fakten: Postings, die rein werblich sind, werden wenig angezeigt. Überlegen Sie selbst, ob Sie solche Beiträge sehen möchten und haben Sie daher bitte Verständnis für die User. Und Nummer zwei: Das Bitten um Likes und Teilen sollten Sie am besten ganz vermeiden oder nur sehr sparsam einsetzen. Facebook könnte dadurch Ihre Beiträge als weniger relevant einstufen.

Was können Sie konkret tun?

  • Erstellen Sie zeitnahe und relevante Beiträge.
  • Bauen Sie Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei Ihrem Publikum auf.
  • Fragen Sie sich selbst: „Würden Menschen diese Inhalte mit ihren Freunden teilen und sie anderen Nutzern empfehlen?“
  • Denken Sie darüber nach: „Würde mein Publikum diese Inhalte gerne in seinem Newsfeed sehen?“

Letztlich läuft alles darauf hinaus, dass Sie als Seitenbetreiber Inhalte veröffentlichen müssen, welche die Menschen ansprechen und zum interagieren animieren.

 


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